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Ein Verein für Friedenskultur.
Umdenken – aber wie?
Putins Brutalität zwingt uns zum Umdenken, Ausgabe vom 23. Februar 2022
Autor Stefan Schmid schrieb: „Die Aufrechterhaltung des Friedens, die Selbstbehauptung von Demokratie und Rechtsstaat sind kollektive Aufgaben, denen wir uns stellen müssen.“ Das klingt plausibel.
Wo können wir ansetzen, wenn wir gemeinsam vorgehen wollen? Der Autor schrieb: „Die Schweiz braucht eine glaubwürdige Armee, die eine abschreckende Wirkung erzielt.“ Frage: Stimmt das? Können und wollen wir in der Schweiz eine Armee, die abschreckend wirkt?
Oder brauchen wir eher ein lebensfreundliches Gegengewicht für angstbedingtes Abschrecken? Klar ist: Wir brauchen Kraft für Verständigung, für Mut zu sinnvollem Vertrauen und Neubeginn, für Innovation in Richtung auf friedliches Zusammenleben im In- und Ausland, für lebensdienliches Lernen und Arbeiten, für Stärken und Schützen der gesundheitlichen Lebensqualität, für menschen- und umweltfreundliche Kooperation. Geredet wird jetzt viel von Investitionen für Aufrüstung im materiellen Bereich (Beispiel: Kampfjets).
Es ist Zeit, auch die immateriellen, die emotionalen und geistigen Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben zu beachten. Zielrichtung: im Notwendigen Einheit, in Zweifeln Freiheit, in allem: Liebe.
Peter Rohner, St. Gallen